Lukas

Tipps für einen guten Ruf im Internet

Schlechter Ruf im Internet? Tipps für einen gute Online ReputationWie ist dein Ruf im Internet? Das heißt, welchen Eindruck bekommt jemand Fremdes von dir, wenn er im Internet Infos über dich einholt? Diese Frage ist vor allem für Bewerber wichtig, denn Umfragen zufolge haben bereits circa 50 Prozent der Personalverantwortlichen schon mindestens einmal im Internet nach zusätzlichen Informationen über Bewerber gesucht. Das Jobmesse-Radar gibt Tipps, wie man seinen Ruf im Internet überprüfen und aufpolieren kann, damit die Bewerbung nicht an einer schlechten Online Reputation scheitert.

Seitens der Personaler wird natürlich nicht nach jedem zweiten Bewerber gegoogelt, aber eben verstärkt nach den Kandidaten, die in die engere Auswahl kommen. Ein guter Ruf im Internet ist aber nicht nur beim Berufseinstieg wichtig, sondern auch im weiteren Berufsleben - für Führungspositionen und Jobs mit stetigem Kundenkontakt gilt das im speziellen. Ein Partyfoto ist natürlich nicht automatisch ein K.O.-Kriterium, doch positive Einträge machen es dem Entscheidungsträger einfacher, sich im Zweifelsfall für einen bestimmten Kandidaten zu entscheiden. Daher sollte man stets auf einen guten Ruf im Internet achten.

Online Repuation Management der Schlüssel zum Erfolg

Für einen guten Ruf im Internet sorgt man mit dem sog. Online Reputation Management (ORM). Darunter versteht man die aktive Überwachung und Beeinflussung Erscheinungsbildes einer Person im Internet. Dabei geht es also nicht darum, im Internet möglichst unsichtbar zu sein, sondern dem Suchenden stattdessen ein möglichst positives Bild zu von sich vermitteln. Denn wennsich jemand die Mühe macht und im Netz nach Infos sucht, möchte er schließlich auch etwas finden.

Diese Tipps kann fast jeder umsetzen und dadurch seinen Ruf im Internet aktiv zu seinem Vorteil beeinflussen:

Google´ dich selbst!
Zunächst sollte man überprüfen, welche Informationen es im Internet über einen selbst zu finden gibt. Dazu eignet sich Google am besten, ebenso hilfreich sind Personen-Suchmaschinen. Mit Hilfe eines Google Alert kann man zudem für bestimmte Suchbegriffe Benachrichtigungen abonnieren. Erstellt man einen Alert auf seinen Namen, wird man jedes Mal von Google per E-Mail benachrichtigt, wenn der eigene Name im Internet auftaucht. Beachte: Das gilt nicht für passwortgeschützte Bereiche.

Xing-Profil anlegen
Xing.de ist mit mehr als 10 Mio. Mitgliedern das größte Business-Netzwerk Deutschlands. Bei Personalverantwortlichen ist das „Facebook der Geschäftswelt“ überaus beliebt, denn es ermöglicht einen schnellen Überblick über die Kompetenzen und den Werdegang eines Bewerbers. Diese Chance gilt es zu nutzen. Bringe deine Qualitäten in einem ausführlichen Profil zum Ausdruck. Ein Basis-Account ist kostenlos. Übrigens werfen auch neue Kollegen, Geschäftspartner oder Kunden gerne mal einen Blick auf das Xing-Profil, um zu sehen, mit wem sie es zu tun haben.

Unter eigenem  Namen twittern
Ein Twitter-Account mit deinem Klarnamen wird in den Google-Suchergebnissen zu dir oft als einer der vorderen Treffer angezeigt. Twittere regelmäßig, aber keine Banalitäten. Halte beim Twittern ein gewisses Mindest-Niveau ein. Sinnvolle Inhalte sind u.a ein kurzer Text (z.B. die Überschrift) mit einem Link zu guten Artikeln bzw. Webseiten. Man kann den Personalern und seinen Mitmenschen auch sein Interesse zu einem bestimmten Thema signalisieren, indem man verstärkt über ein bestimmtes Thema twittert. Ein Twitter-Profil ist übrigens auch ein Indiz für eine hohe Kompetenz im Bereich Social Media.

Die eigene Abschlussarbeit veröffentlichen
Seine Abschlussarbeit aus dem Studium zu veröffentlichen, beispielsweise auf diplom.de, bringt gleich drei Vorteile mit sich. 1) Man generiert einen hochwertigen Eintrag in den Suchmaschinen, 2) man positioniert  sich in dem bestimmten Gebiet als Experte und 3) es lässt sich so auch noch etwas Geld verdienen, wenn jemand die Arbeit erwirbt und downloaded.

Eigene Homepage erstellen
Die Königsetappe auf dem Weg zu einem guten Ruf im Internet ist eine eigene Homepage. Registriere eine Domain unter deinem Namen, damit sie in den Suchmaschinen auch gut zu deinem Namen rankt. Es geht bei der eigenen Homepage nicht darum, alles Mögliche über sich Preis zu geben, sondern den Besuchern der Webseite gezielte Infos über sich anzubieten, die einen im positiven Licht dastehen lassen. Ebenso empfiehlt es sich, seine anderen Profile (Xing, Facebook, Twitter etc.) zu von der Homepage aus zu verlinken. Tipp für weitere Inhalte: sich einfach von den Homepages anderer Personen inspirieren lassen.

Weitere Optionen für einen guten Ruf im Internet
Es gibt unzählige weitere Möglichkeiten, Google-Treffer zu seinem Namen zu generieren. Schließlich finden heutzutage fast alle Informationen den Weg ins Internet. Das kann eine Tutorenschaft an der Hochschule sein, ein Vortrag auf Veranstaltungen, sportliche Wettkämpfe, ehrenamtliches Engagement und vieles mehr.
 

Vorsorge besser als Nachsorge 

Informationen, die erst einmal den Weg ins Internet gefunden haben, lassen sich häufig nur schwer wieder entfernen. Man sollte im Netz deshalb stets bewusst agieren und schon im Vorfeld darauf achten, welche Infos man über sich preisgeben und mit wem man sie teilen will. Es ist also z.B. dringend davon abzuraten, sich nach einer Party betrunken nachts um 3 Uhr noch in Blogs und Foren der Welt mitzuteilen oder in Social Networks anderen auf die Pinnwand zu schreiben.

Ein guter Ruf im Internet ist übrigens nicht nur beim Berufseinstieg wichtig. Ein Arbeitnehmer wechselt im Laufe des Arbeitslebens in der Regel mehrere Male den Job bzw. die Firma. Das bedeutet, dass man sich immer wieder aufs Neue in einer Bewerbungsphase befindet. Zudem bekommt man es beim Jobwechsel auch immer wieder mit neuen Kollegen, Kunden und Geschäftspartnern zu tun, die im Internet Nachforschungen über einen anstellen. Da möchte man doch, dass einem ein guter Ruf vorauseilt.

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