Neue Auszeichnung für hochwertige Trainee-Programme
In den Stellenangeboten für Hochschulabsolventen wimmelt es von Trainee-Jobs. Aufgrund der Tatsache, dass es für die Trainee-Programme keine verbindlichen Richtlinien gibt, sind viele Bewerber verunsichert, denn jedes Unternehmen kann bietet Trainee-Ausbildungen mit eigenen Inhalten und Kriterien anbieten.
Das Karrierenetzwerk ABSOLVENTA Jobnet hat daher gemeinsam mit dem Institut für Personalwirtschaft der Ludwig-Maximilian-Universität München und der Süddeutschen Zeitung eine neue Initiative ins Leben gerufen, um Bewerbern auf dem undurchsichtigen Trainee-Markt Orientierung zu bieten: das Trainee-Siegel, die Auszeichnung „karrierefördernde und faire Trainee-Programme“.
Zehn Unternehmen haben sich als Gründungsmitglieder der Initiative von Beginn an angeschlossen. Mittlerweile tragen ca. 40 Unternehmen die Auszeichnung, unter anderem Lufthansa, Bayer, Audi und die Deutsche Post.
Fünf Qualitätskriterien der Auszeichnung
Die Grundlage für die Verleihung des Trainee-Siegels an die Unternehmen ist die „Charta karrierefördernder und fairer Trainee-Programme“. Zu jedem der fünf Charta-Punkte gehören detaillierte Proof Points, die wichtige Qualitätsmerkmale für hochwertige Trainee-Programme enthalten. Nur Unternehmen, die mindestens 80 Prozent der Kriterien in seinem Trainee-Programm abdecken, dürfen die Auszeichnung führen.
Die fünf Kriterien lauten im Einzelnen:
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Trainee-Programme sind elementarer Bestandteil des Talent- und Nachfolgemanagements des Unternehmens und auf eine langfristige Zusammenarbeit in einer Experten- oder Managementfunktion ausgerichtet. Das beinhaltet:
- Die Trainee-Programme sind als Bestandteil der HR-Strategie fest im Unternehmen etabliert.
- Die Trainees werden nach erfolgreichem Durchlaufen der Trainee-Programme in eine Festanstellung übernommen.
- Es gibt zahlreiche Beispiele für erfolgreiche Experten- und Management-Karrieren, die als Trainee in dem Unternehmen gestartet sind.
- Die Trainee-Programme sind krisenrobust und werden daher auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten angeboten.
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Trainees übernehmen im Unternehmen von Beginn an verantwortungsvolle Aufgaben und werden dabei von erfahrenen Führungskräften unterstützt. Das beinhaltet:
- Verantwortungsvolle Aufgaben werden klar benannt, damit die Trainees wissen, was sie erwartet.
- Die Führungskräfte führen, insbesondere nach Projekteinsätzen, systematische Feedbackgespräche mit ihren Mentees, aus denen der weitere individuelle Entwicklungsbedarf abgeleitet wird.
- Das Unternehmen achtet auf den menschlichen Fit zwischen Führungskraft/Mentor und Trainee und reagiert auf Unstimmigkeiten.
- Die Mentoren werden sorgfältig auf ihre Aufgaben vorbereitet, die Verantwortlichkeiten sind klar definiert.
- Die Trainees bekommen ausreichend Handlungsspielraum und dürfen Fehler machen, um daraus zu lernen.
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Trainees durchlaufen mehrere Unternehmensbereiche, absolvieren fortlaufend Lernmaßnahmen und sind aktiver Bestandteil des Unternehmensnetzwerks. Das beinhaltet:
- Die Job-Rotation durch mehrere Unternehmensbereiche ist expliziter Bestandteil im Ablaufplan des Trainee-Programms.
- Für die Trainees bestehen sowohl programmspezifische als auch individuelle Entwicklungspläne.
- Fachtrainings, Verhaltenstrainings und Auslandsaufenthalte (sofern es sich um ein international agierendes Unternehmen handelt) sind Bestandteil der Trainee-Programme.
- Die Programmteilnehmer werden mit der Organisationsstruktur und –kultur sowie den Networking-Möglichkeiten im Unternehmen vertraut gemacht.
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Vergütung und Dauer stehen in einem sinnvollen Verhältnis zu den Lerninhalten und Entwicklungszielen. Das beinhaltet:
- Trainees werden klare Karriere-Pfade aufgezeigt, die sie nach erfolgreichem Abschluss des Programms innerhalb des Unternehmens einschlagen können.
- Das Trainee-Programm dauert so kurz wie möglich und so lang wie nötig.
- Auf mittlere und lange Sicht steht der Einstieg als Trainee dem Direkteinstieg finanziell in nichts nach.
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Die Qualität des Trainee-Programms wird durch interne und externe Evaluationsmaßnahmen sichergestellt. Das beinhaltet:
- Es findet ein interner Evaluationsprozess statt, um die hohen Qualitätsstandards dauerhaft zu halten und auf aktuelle Entwicklungen reagieren zu können.
- Das Unternehmen unterstreicht den hohen Anspruch seiner Trainee-Programme und entwickelt sie stetig weiter.
Die Initiative soll Unternehmen und Berufseinsteiger sensibilisieren. Animiert sie einerseits Unternehmen dazu, ihre Trainee-Programme mit diesen Kriterien zu vergleichen, lädt sie Bewerber dazu ein, sich eingehend über die Angebote der Firmen zu informieren. Dadurch kann vermieden werden, dass Nachwuchskräfte in ein Trainee-Programm stolpern, das sich letztendlich als zweitklassig herausstellt und den Namen gar nicht verdient hat.
Mehr Informationen zu der Initiative für karrierefördernde und faire Trainee-Programme befinden sich auf: www.absolventa.de/trainee-siegel.
